Eingeschränkte Kommunikation in Mittelalter und Früher Neuzeit: Stottern zwischen Wissensordnung und Lebenswelt
Über dieses Buch
Die vorliegende Dissertation untersucht eingeschränkte Kommunikation, insbesondere das Stottern, im europäischen Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Ausgehend von neueren Ansätzen der Disability Studies analysiert sie philosophische, medizinische und literarische Quellen sowie umfangreiche Textkorpora.
Im Mittelpunkt stehen die gesellschaftliche Wahrnehmung der Betroffenen und die mit Sprachstörungen verbundenen Emotionen und Abwertungsmechanismen. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur auch biographisch interessierten historischen Erforschung von Kommunikation und Behinderung. Sie erschließt ein bislang kaum bearbeitetes Feld und eröffnet so neue Perspektiven auf die soziale Bedeutung von Sprache und eingeschränktem Sprechen in vormodernen Gesellschaften.
Frank-Roman Müller begann nach einem Studium Betriebswirtschaft (Diplom-Kaufmann, 1989) und Berufstätigkeit ab 2012 ein Zweitstudium in Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach dem Erwerb des Bachelor 2016 und des Master 2018 promovierte er dort 2026 über die Situation kommunikations-eingeschränkter Menschen im europäischen Mittelalter und Früher Neuzeit.
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