Jenseits von Gut und Böse: Werteerziehung mit Kriminalliteratur
Über dieses Buch
Kriminalliteratur gehört zu den meistgelesenen literarischen Formen im Bereich privater Lektüre – doch welches Potenzial birgt sie für den Deutschunterricht und insbesondere für die schulische Werteerziehung?
Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht auf kulturwissenschaftlicher Grundlage die Bedeutung der unterrichtlichen Beschäftigung mit Kriminalliteratur und entwickelt Kriterien für die didaktisch begründete Auswahl geeigneter Texte. Im Zentrum steht dabei die multiperspektivische Annäherung an das Phänomen der Spannung, die textseitig an bestimmten Merkmalen nachgewiesen werden und die leser:innenseitig konkrete Auswirkungen auf das Leseverhalten, aber auch auf die Bereitschaft zur Wertereflexion haben kann.
Die Arbeit zeigt, dass die Auseinandersetzung mit sorgfältig ausgewählter Kriminalliteratur zentrale Aufgaben des Literaturunterrichts in besonderer Weise bündelt. Kernthemen des Deutschunterrichts sowie grundlegende Bildungs- und Erziehungsziele können – so die zentrale These – nicht nur auch, sondern gerade durch die Beschäftigung mit Kriminalliteratur integrativ erschlossen werden.
Eva Hammer-Bernhard ist Studiendirektorin für Deutsch und katholische Religionslehrer an einem bayerischen Gymnasium. Von 2020 bis 2025 war sie als abgeordnete Lehrkraft wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Werteerziehung und Lehrer:innenbildung der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie 2025 mit der vorliegenden Dissertation promoviert wurde.
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